St. Marienkirche

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St. Marien & die beeindruckende Stellwagen Orgel in Stralsund

Die St. Marienkirche Stralsund stellt den Endpunkt der „Norddeutschen Backsteingotik“ dar und ist mit dem Westwerk und dem Vierungsquerhaus ein einzigartiges Bauwerk aus dieser Bau- und Zeitepoche. Neben dem „Marienkrönungsaltar“ im Hohen Chor ist die berühmte „Stellwagenorgel“, die Friedrich Stellwagen in der Zeit von 1653-1659 erbaut hatte, in der Kirche beheimatet. Auf den Webseiten können Sie sich einen Überblick über weitere Details der Kirche sowie über Aktivitäten der Gemeinde verschaffen.

Im Jahre 1298 erstmals erwähnt, wurde die St. Marienkirche von 1360 bis 1380 erbaut. Zwischen 1382 und 1384 wurde sie wahrscheinlich durch einen Turmeinsturz zerstört und neu aufgebaut. In den Jahren 1416 und 1417 entstand die Westanlage der Kirche mit dem Turm, der auf einem 14 Meter tiefen Eichenrost errichtet wurde, 1478 fertig gestellt war und eine Höhe von 151 Metern hatte. 1647 durch Blitzschlag zerstört, entstand er 1708 neu mit einer Höhe von 104 Metern

Die Stellwagen-Orgel in der St. Marienkirche zu Stralsund ist die größte, in der Mitte des 17. Jahrhunderts völlig neu gebaute Orgel, die in Europa noch besteht. Sie ist die einzige große Barockorgel, die in einer der Backsteinbasiliken Norddeutschlands erhalten ist und gleicht in Werkaufbau und Klangkonzept den berühmten, nicht mehr existierenden Instrumenten der Lübecker Marienkirche und der Hamburger Katharinenkirche, die im 17. und beginnenden 18.Jahrhundert durch das Wirken von Franz Tunder, Dietrich Buxtehude, Heinrich Scheidemann und Jan Adam Reinken Zentren der norddeutschen Orgelkunst waren. Vom Schaffen Friedrich Stellwagens geben heute nur noch zwei Instrumente Zeugnis: Die kleine Orgel in der Jacobikirche zu Lübeck – ein umgebautes und vergrößertes gotisches Instrument – und die Orgel in der St. Marienkirche zu Stralsund, das größte und letzte Instrument, welches Stellwagen in seiner Werkstatt geschaffen hat. Mit 51 Registern auf 3 Manualen und Pedal, 12 Bälgen und einer über 20 Meter hohen Gehäusekonstruktion war dieses Werk eine handwerkliche und künstlerische Höchstleistung im Orgelbau des 17. Jahrhunderts.